Buero et Objet – B&O Tour 2017 (Teil 1)

 

Kurz vor dem Karneval und den anschließenden wohlverdienten Semesterferien startete am Montag, 20. Februar 2017 die diesjährige B+O Tour im Rahmen der an der Möfa angebotenen Zusatzqualifikation für Büro- und Objekteinrichtung.

Pünktlich fuhren die fünf Wagen mit insgesamt 16 Möfisten aus allen Studiengängen – größtenteils aus den Abschlusssemestern – und dem Studienfahrtleiter Ulrich Hennes um 7 Uhr von dem Lehrerparkplatz der Möfa los.
Die Route führte uns den Rhein hinunter nach Weil am Rhein – zu Vitra.

Nach unserer Ankunft um 12 Uhr wurden wir herzlich von Julia Grahner begrüßt. Nach Ihrem BWL Abschluss an der Möfa im letzten Jahr hat sie bei Vitra als Produkttrainerin angefangen. Für Julia ist die diesjährige B+O Tour ein besonderes Ereignis, da sie selbst vor zwei Jahren an dieser teilgenommen hatte und dadurch spannende Eindrücke bei Vitra – ihrem heutigen Arbeitgeber – gewinnen konnte.

Anschließend nach einem kleinen Mittagssnack im Workspace fand die offizielle Begrüßung mit kurzer kreativer Kennlernrunde durch Julia und Sascha Albiez statt. Im Anschluss stellte uns Sascha unter dem Titel “About Vitra“ das heutige Unternehmen mit seiner prägenden und interessanten Geschichte mit Hilfe einer Timeline und eines kurzen präzisen Films vor. Wussten Sie zum Beispiel, dass der ehemalige Vitra Campus 1981 zum größten Teil abbrannte und daher das Feuerwehrhaus von Zaha Hadid entstand?
Um 14 Uhr ging es ein Stockwerk tiefer in die Produktion und in das Testcenter. Im ersteren konnten wir beobachten in wie vielen Schritten der Aluminium Chair von Charles und Ray Eames hergestellt wird. Die Produktionsweise hat sich seit 1958 nicht verändert. Es folgte ein Vortrag von Julia über das “Meet & Retreat als Office Concept“, in dem das neue Büro von heute hinsichtlich der Abläufe, Arbeitsbereiche und Einrichtung neu gedacht wurde. Um einen noch besseren Eindruck davon zu bekommen, führte unser Rundgang anschließend durch das “Citizen Office“.
Wir alle waren erstaunt, wie leise es in dem 3.700 qm großem “OpenSpace“-Büro ist, und wie sich die Räumlichkeiten im Gegensatz zu dem Vorgängermodell, welches uns Julia im Vorfeld anhand von Bilder zeigte, verändert hat. Heute fließen Arbeit und lockere Wohl- und Wohnfühlatmosphäre zusammen. Immer wieder gibt es Arbeitsbereiche mit unterschiedlichen Arbeitsmöglichkeiten für Einzel- oder Teamarbeit oder Rückzugsorte für die Regeneration. Dabei wurde stets auf die bestmögliche Akustik und passende Gestaltung geachtet.

Nach den ganzen Büroeinrichtungsimpressionen konnten wir uns zum Schluss des ersten Tages in Ruhe im Vitra Haus inspirieren lassen und die Welt des Wohnens entdecken.

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Der Abend fand – durchaus möfatypisch – in geselliger, feucht fröhlicher Runde bei sehr gutem Essen im Hotelrestaurant statt. Der persönliche Austausch mit den Produkttrainern von Vitra hat uns verdeutlicht, dass die Familienphilosophie des Unternehmens tatsächlich gelebt wird.

Am nächsten Morgen begann der Tag für die Möfisten mit einem spannenden Vortrag von Georgina Menny, zuständig für Trendentwicklung und Erkundung, über “die neue Arbeit – Arbeit 4.0“ Hier wurden sieben Ansatzpunkte vorgestellt unter anderem für die neue Unternehmenskultur, wie die Menschen arbeiten und welche Rolle dabei die Möbel übernehmen. Im Anschluss nahm Sascha uns mit ins IT und VDM Office (Vitra Design Museum). Eines der Highlights war die Architektenführung über den gesamten Vitra Campus. Kein Bau gleicht dem anderen und jedes Gebäude hat seinen eigenen Charme und seine eigne Geschichte.

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Nach dem Mittagessen in der Kantine stand die Besichtigung des Schaudepots an, das erst letztes Jahr fertiggestellt wurde. Hier sind unglaubliche 400 Stühle von “Mackintosh“ bis “Stiletto“ im oberen Bereich und sage uns schreibe 5.200 weitere Exponate im Untergeschoss beherbergt. Gegen 14 Uhr fanden wir uns in der Villa Hager zusammen, in der uns zwei Mitarbeiter aus der Human Resources Abteilung Vitra als Arbeitgeber und die Einstiegsmöglichkeiten wie Junior Sales- oder Traineeprogramme vorstellten.

Für Julia und uns fiel der Abschied nicht leicht, denn für beide Seiten fühlten sich die zwei Tage wie ein Stück Heimat an. Die Verbundenheit, das angenehme Miteinander, die vielfältigen Einblicke und neuen Erkenntnisse haben unsere Erwartungen mehr als erfüllt. Als Dankeschön für die Anreise und als Andenken erhielt jeder Teilnehmer eine Miniaturausführung des Panton-Chairs, der noch gerade so in den Kofferraum passte.

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Zeit für eine große Pause gab es nicht, denn noch am selben Abend begann das Programm bei Ophelis in Bad Schönborn bei Heidelberg. Ankunft war gegen 17 Uhr im Schauraum. Dort freute sich bereits Herr Bajak auf uns, Geschäftsführer des modernen Büromöbelherstellers. In einem einstündigen Vortrag stellte er sich, das Unternehmen und die wichtigsten Produkte vor.

Nach einem kurzem Auffrischen im Hotel ging es weiter in die schöne Heidelberger Altstadt, wo ein Tisch in einem gutbürgerlichem Restaurant reserviert war. Bei gutem Essen und leckerem Wein ließen alle den Abend in geselliger Runde ausklingen.

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Am Mittwochmorgen um 9 Uhr saßen die Möfisten mit gewaschenen Ohren im Konferenzraum. Denn “Top 1“ der Agenda war der Vortrag über “die Grundlagen der Akustik und effizienten Lösungsmöglichkeiten“, auf den wir alle sehr gespannt waren. Da alle Teilnehmer der B&O Tour auch an der Weiterbildungsmaßnahme „geprüfter Arbeitsplatzexperte“, die an der Möfa stattfindet, teilnehmen werden, konnten sie so schon mal einen Wissensvorsprung aufbauen.

Beim Rundgang durch den großzügigen Schauraum lernten wir die Produkte von Ophelis und ihre unzähligen Variationsmöglichkeiten kennen. Auch Prototypen konnten wir begutachten und zur Probe “besetzen“.

Nach dem Mittagscatering war Kreativität gefragt. Drei Gruppen fanden sich zusammen und planten im Workshop “Kreativwerkstatt Inspiration“ die Aussstattung eines Bereiches eines Unternehmens ihrer Wahl mit den Möbeln von Ophelis. Das Ganze musste anschließend mit Hilfe eines Moodboards präsentiert werden. Es wurde ausgiebig diskutiert, gerissen und geschnitten, geklebt und geprüft, ob auch wirklich ein ganzheitliches Konzept entstand. Fazit: gelungen. Jede Gruppe hat auf ihre Art und Weise ein tolles Konzept vorgestellt, das hervorragend auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten war.

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Wie auch bei Vitra wurde uns zum Schluss Ophelis als Arbeitgeber anhand von angebotenen Möglichkeiten und Einstiegsprogrammen näher gebracht.

Die gesunde Mischung von informativen Vorträgen, Produkterkundung und kreativer, eigenständiger Arbeit bei Ophelis hat den ersten Teil der B&O Tour perfekt abgerundet.

Ende März geht es weiter mit Teil zwei. Besucht werden König & Neurath, sowie Vario Einrichtungen, doch zunächst genießen die Möfisten Ihre Freizeit in der Heimat.